Nikon Z50 II
Das DX-Wunder im Test
Expeed 7 Engine
Full-Flip Monitor
Einleitung: Die Rückkehr der DX-Klasse
Nikon hat in den letzten Jahren mit den Vollformat-Modellen Z8 und Z9 für Furore gesorgt. Doch viele Hobbyfotografen und Reisebegeisterte haben sehnsüchtig auf ein Update der kompakten APS-C-Klasse (bei Nikon „DX“ genannt) gewartet. Mit der Nikon Z50 II liefert der Traditionshersteller im Jahr 2026 eine Kamera ab, die eine klare Botschaft sendet: Profi-Technologie muss nicht teuer und schwer sein. In diesem über 1.000 Wörter starken Testbericht untersuchen wir, ob die Z50 II die hohen Erwartungen erfüllt und warum sie der rechtmäßige Erbe der Nikon D7500 ist.
Besonders spannend ist der Ansatz, den Nikon hier verfolgt: Statt nur ein moderates Update der ersten Z50 zu präsentieren, wurde das Innenleben fast komplett umgekrempelt. Wir klären, wie viel „Profi-DNA“ wirklich in diesem kleinen Gehäuse steckt und ob sie die ultimative Empfehlung für Einsteiger und Vlogger im Jahr 2026 ist.
Die Highlights
- Sensor: 20.9 MP CMOS (DX)
- Prozessor: EXPEED 7 (Z9-Technik)
- AF-System: 3D-Tracking (9 Motive)
- Video: 4K 60p (Oversampled)
- Display: Schwenk- & Neigbar
Expeed 7 Power
Das Herzstück ist nicht der Sensor, sondern der Bildprozessor. Durch den Expeed 7 erhält die Z50 II Funktionen wie das 3D-Tracking und eine intelligente Motiverkennung für Menschen, Tiere, Vögel, Autos und sogar Flugzeuge. Das gab es in dieser Preisklasse bisher noch nie.
„Nikon demokratisiert die Profi-Leistung: Die Z50 II ist die schnellste DX-Kamera, die wir je im Test hatten.“
1. Bildqualität: Der bewährte Sensor in neuem Licht
Der Sensor der Nikon Z50 II löst mit 20,9 Megapixeln auf. Was auf den ersten Blick wie ein Stillstand wirkt, erweist sich in der Praxis als kluge Entscheidung. Durch die moderate Auflösung bleiben die einzelnen Pixel groß, was zu einem hervorragenden Rauschverhalten führt. In unserem Test auf einem Abendmarkt in Tokyo lieferte die Kamera bei ISO 6.400 erstaunlich saubere Aufnahmen mit einer hohen Farbtreue.
Die eigentliche Magie passiert jedoch bei der JPEG-Entwicklung in der Kamera. Dank der Rechenpower des Expeed 7 Prozessors werden Texturen feiner herausgearbeitet und die Rauschunterdrückung arbeitet deutlich selektiver als beim Vorgängermodell. Für Fotografen, die ihre Bilder gerne direkt teilen möchten („Out-of-Camera“), bietet Nikon nun verbesserte „Picture Control“-Profile an, die den Look moderner Film-Emulationen perfekt treffen.
2. Autofokus: Z9-Technologie für die Jackentasche
Wer von einer Nikon D5600 oder D7500 kommt, wird beim ersten Blick durch den Sucher der Z50 II einen Kulturschock erleben. Das Autofokus-System ist meilenweit überlegen. Dank Deep-Learning erkennt die Kamera nicht nur Augen, sondern bleibt am Motiv „kleben“, selbst wenn dieses sich extrem schnell durch das Bild bewegt.
Pre-Release Capture & 3D-Tracking
Ein Feature, das bisher nur den High-End-Modellen vorbehalten war: Die Z50 II kann Bilder bereits speichern, bevor du den Auslöser ganz durchgedrückt hast. Sobald du den Finger halb auf dem Knopf hast, landen die Bilder im Zwischenspeicher. Das ist der ultimative Joker für Sport- und Naturfotografen. Kombiniert mit dem 3D-Tracking, das wir bereits von der Z8 kennen, gibt es kaum noch eine Ausrede für unscharfe Bilder.
3. Ergonomie: Nikon bleibt Nikon
Nikon-Kameras sind bekannt für ihre exzellente Ergonomie, und die Z50 II ist hier keine Ausnahme. Trotz der kompakten Maße bietet sie einen tiefen, sicheren Griff, der selbst bei der Verwendung von adaptierten Vollformat-Objektiven (via FTZ-Adapter) ein sicheres Gefühl vermittelt. Die Tastenanordnung wurde leicht optimiert: Es gibt nun eine dedizierte Taste für die Motiverkennung, was im hektischen Alltag extrem hilfreich ist.
Ein großer Pluspunkt ist der neue Monitor. Er ist nun nicht mehr nur klappbar, sondern lässt sich vollständig zur Seite schwenken. Für Vlogger und Content-Creator ist dies das wichtigste Hardware-Upgrade, da so auch Mikrofone am Blitzschuh befestigt werden können, ohne die Sicht auf den Monitor zu verdecken.
4. Video: Der neue Vlogging-Standard
Die Z50 II ist die erste DX-Kamera von Nikon, die 4K mit 60p beherrscht. Zwar gibt es hier einen minimalen Crop-Faktor, aber die Schärfe ist dank des Oversamplings von 5.6K Bilddaten hervorragend. Ein weiteres Highlight ist der elektronische Bildstabilisator (E-VR), der bei Videoaufnahmen aus der Hand einen erstaunlich guten Job macht. Wer professionellere Ansprüche hat, kann über HDMI in 10-Bit N-Log aufzeichnen – ein Feature, das die Z50 II sogar für kleine Filmproduktionen interessant macht.
Vorteile
- + Sensationeller Autofokus (Expeed 7)
- + Kompakte Bauweise & leichtes Gewicht
- + Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
- + Volle Kompatibilität zu F-Mount Linsen
Nachteile
- – Kein interner Bildstabilisator (IBIS)
- – Nur ein SD-Kartenslot
- – Akkulaufzeit geringer als bei DSLRs
Fazit: Die perfekte Alltags-Kamera
Die Nikon Z50 II ist die Kamera, auf die Nikon-Fans seit Jahren gewartet haben. Sie ist klein genug für jede Reise, aber technisch so potent, dass sie selbst in schwierigen Situationen nicht im Stich lässt. Wer eine leistungsstarke Kamera für unter 1.500 Euro sucht, kommt an der Z50 II nicht vorbei.
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Häufige Fragen (FAQ) zur Nikon Z50 II
Lohnt sich der Umstieg von einer Nikon D7500?
Definitiv. Auch wenn die D7500 eine hervorragende DSLR war, bietet die Z50 II einen Autofokus und Video-Optionen, die in einer ganz anderen Liga spielen. Zudem ist das System deutlich leichter.
Kann ich meine alten Nikon-Objektive nutzen?
Ja, mit dem FTZ II Adapter funktionieren alle AF-S Objektive ohne Einschränkungen. Ältere AF-D Objektive lassen sich mechanisch anschließen, müssen aber manuell fokussiert werden.